Vanessa (BFD 2016 bis 2017)

Vanessa, wie bist du auf die Idee gekommen, im Bundesfreiwilligendienst zu arbeiten?

Ich wollte nach meiner Schulzeit mal was anderes ausprobieren. Da ich gerne mit Kindern arbeite und selbst eine Wasserratte bin, hat die Stelle wie die Faust aufs Auge zu mir gepasst.

Wie kamst du auf die DLRG?

Die DLRG hat die selben Farben wie Baywatch ;) Wer möchte keinen roten Badeanzug tragen?

An welchen Projekten arbeitest du gerade? Was machst du jeden Tag?

Ich habe mich sehr für die Schwimmausbildung der Kinder eingesetzt. Mir war es sehr wichtig, dass die Kleinen die Baderegeln beherrschen und das Schwimmen spielerisch erlernen. In den Wintermonaten war es meine Aufgabe, den Lehrern unter die Arme zu greifen und den Schwimmunterricht zu gestalten. Neben Spielen und dem Lehren neuer Schwimmtechniken habe ich die Abzeichen abgenommen. Im Sommer durfte ich im Waldbad Waldkraiburg am Beckenrand stehen und den Leuten beim Plantschen zusehen - also als Rettungsschwimmerin für die Sicherheit der Badegäste da sein. Da wär ich gerne mal dazugesprungen ;) Zudem haben wir viele Veranstaltungen betreut, z.B. die Lettengaudi, den Sterntaler Lauf, Inn in Flammen, Bruck'n Fest bei unserem Partenverein, das Waldbadfest...ich kann sie gar nicht alle aufzählen. Es war immer spannend und abwechslungsreich! Nicht zu vergessen: als Bufdi durfte ich zwei Mal die Nordsee besuchen und den Tag als Rettungsschwimmer kennenlernen.

Was gefällt dir an deiner Tätigkeit im Bundesfreiwilligendienst besonders? Hattest du besondere Momente?

An der Tätigkeit gefällt mir die Zusammenarbeit und das Schaffen mit den anderen DLRG'lern. Besondere Momente gibt es viele, aber es sind dann doch die kleinen Dinge, die es ausmachen. Einer der schönsten Momente ist, wenn ein Kind schon lange (vergeblich) auf etwas hin trainiert und es am Ende dann doch schafft. Erfolgserlebnisse. Sowohl für's Kind als auch für mich.

Wem kannst du den BFD in der DLRG empfehlen und warum?

Eigentlich jedem, der mal was anderes ausprobieren und sich ehrenamtlich engagieren möchte. Aber besonders Schulabgängern, die sich nicht sicher sind was sie als nächstes tun sollen, da der Bundesfreiwilligendienst sehr abwechslungsreich ist und man verschiedene Möglichkeiten hat und selbst entscheiden kann, in welchem Bereich man tätig sein möchte. Ich hab mich für die Schwimmausbildung der Kinder und allgemein der Ausbildung von jungen Menschen entschieden. Unser Motto? Aus jedem Nichtschwimmer ein Schwimmer und aus jedem Schwimmer ein Rettungsschwimmer!

Vielen Dank für das Interview, Vanessa. Wir freuen uns, dass du bei uns bist.


Tanya (BFD 2015 - 2017)

Tanya, wie bist du auf die Idee gekommen, in Deutschland als Freiwilliger zu arbeiten?

Eine Bekannte von mir hat ein freiwilliges Jahr in Deutschland gemacht. Sie hat mir davon erzählt. Für sie war es eine große Erfahrung und eine gute Möglichkeit im sozialen Bereich zu arbeiten und die deutsche Sprache schnell zu lernen. Da ich schon ein Jahr lang in Deutschland war und meine Deutschkenntnisse noch verbessern wollte, habe ich das ganz interessant gefunden.

Wie kamst du auf die DLRG?

Ich habe nach BFD im Internet gesucht und auf der Internetseite des Bundesfreiwilligendienstes habe ich über DLRG gelesen.

An welchen Projekten arbeitest du gerade? Was machst du jeden Tag?

Jeden Tag bin ich mit dem Schulschwimmen im Schwimmbad Waldwinkel beschäftigt. Gemeinsam mit dem Lehrer organisieren wir die Schwimmstunde so, dass kein Schüler draußen sitzen bleibt, sondern aktiv beim Schwimmen ist. Sonst unterstütze ich unseren Verein. Ich bin immer gerne dabei, bei den Schwimmtrainings und Kinderschwimmkursen von unserem DLRG-Team. Im Mai geht´s weiter mit dem Wachdienst im Waldbad Waldkraiburg und an der Ostsee. Ich bin schon ganz gespannt.

Du kannst ja sehr gut Deutsch. Helfen dir deine weiteren Sprachkenntnisse von ukrainisch, russisch und französisch in deiner täglichen Arbeit?

Da ich Fremdsprachen studiere, ist es für mich kein Problem, eine neue Sprache zu lernen. In jeder neuen Sprache findet man immer wieder was Ähnliches, einen Tipp, der hilft was schneller zu verstehen. Außerdem lernt man im Milieu die Sprache doppelt so schnell.

Was gefällt dir an deiner Tätigkeit im Bundesfreiwilligendienst besonders? Hattest du besondere Momente?

Am meisten gefällt mir Schulschwimmen. Ich mag den Schwimmunterricht planen, immer was Neues ausdenken und ausprobieren. Es ist auch sehr toll, ein Teil eines großen Teams zu sein und gemeinsam was zu unternehmen. Es ist immer sehr lustig.

Wo liegen deiner Meinung nach die Unterschiede zwischen der Arbeit in der Ukraine und in Deutschland?

Zurzeit bin ich Studentin und ich habe vorher als Schwimmlehrerin nicht gearbeitet. In der Ukraine gibt’s ganz wenige Schwimmbäder und wenn, dann nur in den Großstädten. Die meisten Schüler haben keine Möglichkeit, mit der Klasse schwimmen zu gehen und das Schwimmen zu lernen. Nur im Sommer schwimmen sie mit den Eltern im See oder im Fluss. Das wird leider auch wenig kontrolliert, weil es bei uns keinen Wachdienst gibt, nur wohl an den Stränden innerhalb der Großstädte oder vielleicht noch am Meer. Das finde ich echt schade. Deswegen ist es schwierig zu vergleichen.

Vielen Dank für das Interview, Tanya. Wir freuen uns, dass du bei uns bist.