19.03.2017 Sonntag  DLRG: 2016 sind mehr als 537 Menschen ertrunken

Der Bundesverband der  der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat nun seine Ertrinkungsstatistik für das Jahr 2016 veröffentlicht. Demnach sind im vergangenen Jahr 2016 in Deutschland mindestens 537 Menschen ertrunken. Wie auch in den vergangenen Jahren ist Bayern das Bundesland mit den meisten Ertrinkungsfällen.

Situation in Bayern

Gegenüber dem Jahr 2015 ging die Zahl der Opfer um 21 zurück. Im Jahr zuvor war ein Anstieg der Toten durch Ertrinken um 33 (41,8) Prozent festzustellen. Diese Zahlen schwanken je nach der sommerlichen Witterung, aber der Trend der letzten fünf Jahre ist steigend. Laut DLRG-Statistik ertranken in Bayern allein 40 Menschen in den Sommermonaten Juni bis August. Besonders die hohe Zahl der in Bayern ertrunkenen Flüchtlinge (10) bereitet der DLRG erhebliche Sorgen.

In den Jahren 2011 bis 2016 sind in Bayern insgesamt mind. 525 Menschen im Wasser ums Leben gekommen. Unfallschwerpunkt Nummer eins sind nach wie vor die unbewachten Gewässer. In Flüssen, Bächen, Seen und Teichen ertranken 66 Menschen, das sind gut 72 Prozent aller Opfer. 5 Menschen ertranken in einem Schwimmbad, 20 weitere verloren in einem Hafenbecken, Graben oder an anderen Orten ihr Leben.

Jörg Laubenstein, Vizepräsident der DLRG Bayern: „Selbstüberschätzung, gesundheitliche Vorschädigungen, Übermut, Leichtsinn und Unkenntnis über mögliche Gefahren sind oft Ursache für tödliche Unfälle im Wasser. Ohne den großen Einsatz ehrenamtlicher Rettungsschwimmer, aber auch die schnelle Hilfe mutiger, besonnener Passanten wäre die Zahl der Ertrunkenen noch deutlich höher“, so Laubenstein weiter. Eine besondere Risikogruppe stellen inzwischen die Flüchtlinge dar. Insgesamt sind im vergangenen Jahr in Bayern 10 Asylsuchende ertrunken. Die DLRG hat bereits reagiert. Laubenstein: „Die DLRG hat die Baderegeln in über 25 Sprachen übersetzt, um den Menschen aus anderen Ländern die Gefahren im Wasser zu verdeutlichen. Hinzu stellen wir den Kommunen und unseren Gliederungen vor Ort Piktogramme zum Nachdruck zur Verfügung.“ Den kostenlosen Download finden Interessierte hier.Besonders vom Ertrinken betroffen sind ältere Menschen. In der Altersklasse von 71 bis 85 Jahren ertranken in Bayern 15 Personen. Aber auch bei den 16- bis 35-Jährigen waren es nach Angaben der DLRG 23 Frauen und Männer. Ein besonderes Augenmerk haben die Lebensretter auf die Kinder bis 15 Jahre. Insgesamt kamen 11 in dieser Altersklasse ums Leben, im Jahr zuvor waren es noch 25. Die DLRG-Jugend Bayern versucht in Zusammenarbeit mit der AOK Bayern diesem Negativtrend durch die Aktion „Sichere Schwimmer“ entgegen zu wirken. An über 35 Grundschulen in Bayern unterstützen speziell ausgebildete Schwimmtrainer der DLRG den Unterricht mit dem Ziel, dass möglichst alle Schüler die Grundschule mit dem Jugendschwimmabzeichen „Bronze“ verlassen. Nichts Neues beim Geschlechtervergleich: 59 Männer und 29 Frauen kamen in bayerischen Gewässern zu Tode.

Weitere Informationen auf www.dlrg.de

Quelle: DLRG Bayern

Kategorie(n)
Pressemitteilungen

Von: Alexander Fendt

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