28.06.2018 Donnerstag 15 Tipps für Sicherheit am Wasser

DLRG-Rettungsschwimmer

DLRG-Einsatzkräfte im Einsatz

Schwimmen an bewachten Gewässern ist am sichersten

Viele Menschen zieht es aufgrund der guten Witterung ins Schwimmbad, an den Badesee, an einen Fluss oder ans Meer. Doch Vorsicht: Wasser kann tückisch sein und Gefahren bergen. Einige Badeunfälle in der Region in den letzten Wochen rufen das wieder stärker ins Gedächtnis. Damit das Baden ein Vergnügen bleibt, rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) jetzt erneut zu Besonnenheit und Vorsicht: 

Achtung Eltern und Betreuer: 

  • Eltern dürfen kleine Kinder am und im Wasser nie aus den Augen lassen und sollen immer in Griffweite bleiben.
  • Erst wenn Ihr Kind das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze – früher auch Freischwimmer genannt - hat, kann es sicher schwimmen.
  • Rechnen Sie damit, dass Freunde gar nicht oder nicht sicher schwimmen können. Denn immer weniger Kinder und auch Erwachsene in Deutschland können schwimmen.

Achtung beim Baden in der Natur:

  • Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen. Warnhinweise wie „Steilufer“ beachten.
  • Nur gemeinsam mit anderen oder unter Aufsicht schwimmen.
  • Die eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen; nicht leichtsinnig werden.
  • Auch nach mehreren warmen Tagen erwärmt sich zunächst nur die Wasseroberfläche. Tiefe Gewässer wie Baggerseen sind immer noch kalt. Das kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden.
  • Nie in unbekannte Gewässer springen. Nur an ausgewiesenen Sprungbereichen ins Wasser springen. Kopfsprünge in Ufernähe oder im flachen Wasser können lebensgefährlich sein oder schwerste, dauerhafte Schäden wie Querschnittslähmung nach sich ziehen.
  • Ein Bad im Fluss oder das Kentern bei einer Bootsfahrt können harmlos aussehen, sind aber gefährlich: Die Kälte des Wassers lässt die Kräfte sehr schnell schwinden. Und an steilen, bewachsenen Ufern kann man sich oft nicht mehr ans Land retten.
  • Strömungen und Brückenpfeiler sind tödliche Risiken.
  • Sobald ein Gewitter aufzieht: raus aus dem Wasser!

Risiko Alkohol:

  • Trinken Sie vor dem Baden keinen Alkohol. Denn er kann bewirken, dass Sie Ihre Kräfte überschätzen.

Achtung am Meer:

  • Gezeiten, nicht erkennbare Strömungen und Unterströmungen sowie starke ablandige Winde können sogar gute Schwimmer in Lebensgefahr bringen. Respektieren Sie deshalb örtliche Warnungen wie die rote Flagge am Strand.
  • Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere sind gefährliches Spielzeug und können leicht abgetrieben werden. Vertrauen Sie ihnen nicht Ihr Leben an!
  • DLRG-Einsatzleiter Sven Slovacek: „Informieren Sie sich gleich am ersten Urlaubstag über Rettungsposten und Notrufmöglichkeit. Lernen Sie, in der Landessprache Hilfe im Notfall zu holen.“

 

Alle Baderegeln finden Sie unter www.baderegeln.info. Für Flüchtlinge stellt die DLRG hier die Baderegeln auch in englischer und arabischer Sprache zur Verfügung. Ein wesentlicher Aspekt das Ertrinkungsrisiko zu senken, ist eine gute Schwimmfähigkeit, welche durch Schwimmabzeichen nachgewiesen werden kann. Getreu unserem Motto "Jeder Nichtschwimmer ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Rettungsschwimmer" bilden wir auch Wassersportlerinnen und Wassersportler, Bürgerinnen und Bürger und alle Interessierten zu Rettungsschwimmern aus. Aktuelle Kurstermine für Schwimmkurse und Rettungsschwimmkurse finden Sie hier.

Kategorie(n)
Öffentlichkeitsarbeit

Von: DLRG Bayern / Felix Fendt

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