20.05.2014 Dienstag  Knochenbrüche, Gasunfall, Herzinfarkt

Vom Anfang März bis Ende April veranstaltete der DLRG Kreisverband Mühldorf a. Inn eine Sanitätsausbildung. Wie schon im vergangenen Jahr kooperierte die DLRG dabei mit dem ortsansässigen Technischen Hilfswerk, welches uns ihren Lehrsaal zur Verfügung stellte. Ziel des 56 Stunden umfassenden Lehrgangs ist der Erwerb von Grundwissen der Notfallversorgung von akut Erkrankten oder Verletzten.


Die Kursteilnehmer wurden umfangreich auf verschiedenste Notfallszenarien vorbetreitet. Die Ausbilder von DLRG und THW vermittelten den Teilnehmern Kenntnisse und Fertigkeiten zu Anatomie, Physiologie, Anamnese, Diagnostik, den Umgang mit Infusionen und Patienten, Maßnahmen bei internistischen oder traumatischen Notfällen, Hygiene und Infektionskrankheiten, Rettung und Transport von Patienten und auch von diversen Rechtsvorschriften, selbstverständlich unter Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien der Notfallversorgung. Anschließend erarbeiteten die Ausbilder zusammen mit den angehenden Sanitätern, wie man in den einzelnen Fällen vorgeht, um den Betroffenen zu helfen.


Dieses Wissen wurde sogleich praktisch umgesetzt und in zahlreichen Praxisbeispielen angewandt. „Die praxisnahe Übung ist immer das Wichtigste für die Kursteilnehmer“, so DLRG-Ausbilder Ralf Waidmann. Mimen stellten abwechslungsreiche Praxisbeispiele so realistisch wie möglich dar, um den Teilnehmern zu verdeutlichen, wie facettenreich so ein Sanitätseinsatz einmal werden kann. Somit mussten sie unter anderem einen Herzinfarkt, Knochenbrüche, einen Gasunfall und Verbrennungen abarbeiten.


Ein besonderes Augenmerk wurde von den Ausbildern auf die Reanimation gelegt. Dreißigmal drücken, zweimal beatmen, den automatisierten externen Defibrillator (AED) anschließen und den Larynxtubus einführen. Auch das beherrschten die Kursteilnehmer am Ende.


Am letzten Kurstag fand eine theoretische und eine praktische Prüfung statt, in denen sich die angehenden Sanitäter beweisen mussten. Durch die gute Vorbereitung und die Motivation jedes Einzelnen bestand jeder die Prüfungen und darf sich nun Sanitäter nennen. Um den hohen Ausbildungs- und Wissensstand aktuell halten zu können, werden die erworbenen Kenntnisse auch in Zukunft regelmäßig geübt und aufgefrischt.


Sanitäter haben einen umfassenderen und fundierteren Wissensstand als Ersthelfer und können so im Notfall umfassendere Erste Hilfe Maßnahmen einleiten und anschließend dem Rettungsdienst bei der Versorgung des Patienten assistieren. Die Sanitäter der DLRG leisten beispielsweise Wachdienst im Waldbad Waldkraiburg und werden bei Großschadenslagen alarmiert. Die Sanitäter können qualitative Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leisten oder diesen bei einer größeren Zahl von Verletzten unterstützen.

Kategorie(n)
Pressemitteilungen, Schnelleinsatzgruppe (SEG)

Von: Alexander Fendt

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