30.09.2014 Dienstag  Mehr Sicherheit im Schwimmunterricht

Am 29. September wurden vom DLRG Landesverband Bayern in Kooperation mit dem DLRG Kreisverband Mühldorf 22 Grund- und Mittelschullehrer und -lehrerinnen für den Schwimmunterricht fortgebildet. Die Pädagogen aus dem Landkreis Mühldorf frischten ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Rettungsschwimmen und in der Ersten Hilfe auf. Zusätzlich wurden Methoden aufgezeigt, wie schon Kinder spielerisch an das Rettungsschwimmen herangeführt werden können.

"Gerade jetzt, wo tendenziell immer weniger Kinder schwimmen können, ist es wichtig die Schüler schon früh an Schwimmtechniken und das Verhalten an Gewässern heranzuführen.", so Dirk Steger, Lehrgangsleiter und selbst hauptberuflicher Pädagoge. "Die Lehrer leisten mit Ihrer Arbeit im Schwimmunterricht wichtige Präventionsarbeit in der Bekämpfung des Ertrinkungstodes."

Ziel der in enger Zusammenarbeit zwischen DLRG und Landesstelle für den Schulsport entworfenen Fortbildung ist die Erhöhung der Sicherheit der Schüler durch Auffrischen der Rettungsfähigkeiten und die qualitative Verbesserung des Schwimmunterrichts. Mit der Teilnahme werden auch die Lehrer motiviert vermehrt Schwimmunterricht zu geben und ihre Kollegen für diesen wichtigen Lehrinhalt und das Rettungsschwimmen begeistern zu können. Obwohl das Schulschwimmen auch im Lehrplan von verschiedenen Jahrgangsstufen verankert ist, besteht eine große Problematik noch immer in der optimalen Umsetzung. In den meisten Fällen hat eine Lehrkraft alleine eine ganze Klasse mit bis zu 30 Schülern zu betreuen. Oftmals herrscht auch ein organisatorischer Engpass, da die vorgegebenen Zeitrahmen sehr knapp bemessen sind. Eine Optimalförderung bleibt somit leider viel zu oft -trotz größter Bemühungen der Sportlehrer- auf der Strecke.

"Die Fähigkeit zu Schwimmen kann, neben positiven gesundheitlichen und sozialen Aspekten, zum Lebensretter für sich und andere werden. Die Freizeitaktivitäten von Kindern- und Jugendlichen haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Freiwillige Angebote und auch verpflichtender Lehrstoff an Bildungseinrichtungen müssen dies noch stärker Berücksichtigen. Nur so kann der aktuelle Negativtrend zu einer Nichtschwimmer-Gesellschaft abgefangen werden.", so ein abschließender Appell von Dirk Steger.

Kategorie(n)
Pressemitteilungen, Ausbildung
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Von: Felix Fendt

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