18.12.2014 Donnerstag  Erste Hilfe-Neuerungen - alles auf einen Blick

Warnwestenpflicht in Deutschland

Bereits seit vielen Jahren existiert in Deutschland eine Mitführpflicht für Warnwesten in gewerblichen Fahrzeugen. Seit 01. Juli 2014 gilt in Deutschland zusätzlich eine allgemeine Warnwestenpflicht. Diese Regelung betrifft alle in Deutschland zugelassenen PKW, LKW und Busse. Motorräder sind von dieser Regelung zwar ausgenommen und Wohnmobile werden in der entsprechenden Vorschrift nicht genannt, dennoch empfiehlt die DLRG und auch der ADAC trotzdem Warnwesten mitzuführen. Obwohl gesetzlich nur eine Warnweste vorgeschrieben ist, ist es ratsam für jede im Fahrzeug befindliche Person eine Warnweste vorzuhalten. Die Warnweste muss DIN EN 471 bzw. EN ISO 20471:2013 entsprechen und kann die Farben rot, orange oder gelb aufweisen. Die DLRG bittet darum möglichst auf gelbe Warnwesten zu verzichten, da diese Farbkennzeichnung in einem Einsatzfall von Rettungsdiensten deutschlandweit zur Kennzeichnung des Einsatzleiters verwendet wird und es so im ersten Moment zu Verwechslungen kommen kann.

Es wird zudem empfohlen die Warnweste griffbereit in den Vordertüren oder Sitztaschen zu verstauen. Die Warnwesten sollten bei jedem Unfall und jeder Panne getragen werden, um die Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und so die Gefahr von Folgeunfällen verringern zu können.

Wer keine Warnweste mitführt muss mit einem Bußgeld von 15€ rechnen. Wer bei einem Unfall ohne Warnweste aus dem Auto steigt und von anderen Verkehrsteilnehmern erfasst wird, riskiert sogar seinen Versicherungsschutz.

 

Änderungen der Befüllung von KFZ- Verbandskästen

Zu Beginn diesen Jahres wurde die DIN-Norm zur Befüllung von Verbandskästen geändert. Verbandskästen, die der alten Norm entsprechen dürfen noch bis Ende des Jahres verkauft werden. Entsprechende Verbandskästen behalten bis Ablauf ihres Verfallsdatums ihre Gültigkeit und können somit weiterhin im Fahrzeug vorgehalten werden.

Wer seinen Verbandskasten dennoch umrüsten will, kann folgende Änderungen vornehmen:

Entfernen Sie:

- 1 Verbandpäckchen M,
- 1 Verbandtuch BR,
- 4 Stück Wundschnellverband DIN 13019-E 10 x 6
- die Verwendung von Mullbinden als Alternative für Fixierbinden

Fügen Sie zu Ihrem Verbandskasten hinzu:

- 1 14-teiliges Fertigpflasterset,
- 1 Verbandpäckchen K,
- 2 Feuchttücher zur Hautreinigung

 

Änderungen der betrieblichen Erste-Hilfe Ausbildung

Die Ausbildung der betrieblichen Ersthelfer wird auf Veranlassung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherer (DGUV) zum 01.04.2015 reformiert.

Ab diesem Stichtag erhalten betriebliche Ersthelfer eine Grundausbildung in Erster Hilfe von 9 Lerneinheiten (à 45 Minuten) und dann alle zwei Jahre eine Fortbildung von 9 Lerneinheiten.

Auf die sonstige Erste Hilfe-Ausbildung hat diese Reform zunächst keine Auswirkungen. Überall wo in den Anforderungen ein Erste Hilfe Kurs von 8 Doppelstunden gefordert wird oder auf die gemeinsamen Grundsätze der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH) verwiesen wird, ist auch weiterhin eine „klassische“ Erste Hilfe-Ausbildung von 8 Doppelstunden nachzuweisen. Die kürze Ausbildung zum betrieblichen Ersthelfer kann hier ersatzweise nicht anerkannt werden. Eine Anpassung der betrieblichen Erste Hilfe- Ausbildung auf die „normale“ private Ausbildung wird angestrebt, erfordert jedoch viele bürokratische Hürden. Ein endgültiger Zeitpunkt oder Ergebnisse sind bisher nicht absehbar.

Die Erste Hilfe-Ausbilder der DLRG dürfen auch ab dem 01.04.2015 weiterhin sowohl betriebliche Ersthelfer mit einem Ausbildungsumfang von 9 Lerneinheiten, als auch Erste Hilfe- Kurse (16 Lerneinheiten) und Kurse in Lebensrettenden Sofortmaßnahmen (8 Lerneinheiten) durchführen.

 

Sie haben weitere Fragen über Erste Hilfe oder haben Interesse an einem Erste Hilfe Kurs? Informieren Sie sich unter www.muehldorf.dlrg.de oder schreiben Sie uns direkt via info@muehldorf.dlrg.de

 

Alle Angaben ohne Gewähr

Kategorie(n)
Pressemitteilungen

Von: Felix Fendt

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